Schonzeit Zander in Deutschland – alle Bundesländer im Überblick

Quick Answer: Die Schonzeit für Zander in Deutschland ist nicht bundesweit einheitlich geregelt. Je nach Bundesland gilt eine Schonfrist meist zwischen März und Mai. In Bayern beispielsweise ist der Zander vom 1. Februar bis 31. Mai geschützt. Wer außerhalb dieser Zeit angelt, muss zusätzlich das jeweilige Mindestmaß beachten – in der Regel 40 bis 50 cm.

Warum die Schonzeit für Zander von Bundesland zu Bundesland abweicht

Die Schonzeit für Zander ist in Deutschland Ländersache. Jedes Bundesland regelt Schonfrist und Mindestmaß im eigenen Fischereigesetz – abgestimmt auf die regionalen Laichzeiten und Bestandssituationen. Der Zander laicht im Frühjahr, typischerweise wenn die Wassertemperatur die 12-Grad-Marke überschreitet. Das kann je nach Gewässer und Region von Ende März bis Mitte Mai der Fall sein. Genau deshalb variieren die Schonzeiten teils erheblich.

In der Praxis zeigt sich: Wer in mehreren Bundesländern angelt, braucht eine gute Übersicht – ein Blick in die Fischereiverordnung des jeweiligen Landes ist Pflicht, bevor du die Rute ins Wasser hältst.

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Schonzeit Zander nach Bundesland – die Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt den Stand der Schonzeiten und Mindestmaße für Zander in allen deutschen Bundesländern (Stand Juli 2026). Lokale Sonderregelungen einzelner Gewässer können abweichen – prüfe im Zweifel immer den aktuellen Fischereierlaubnisschein oder frage beim zuständigen Fischereiverband nach.

Bundesland Schonzeit Zander Mindestmaß
Bayern1. Februar – 31. Mai50 cm
Baden-Württemberg1. März – 31. Mai50 cm
Brandenburg1. März – 31. Mai45 cm
Berlin1. März – 31. Mai45 cm
Mecklenburg-Vorpommern1. März – 31. Mai45 cm
Sachsen1. März – 31. Mai45 cm
Sachsen-Anhalt1. März – 31. Mai45 cm
Thüringen1. März – 31. Mai45 cm
Nordrhein-Westfalen1. März – 31. Mai45 cm
Niedersachsen1. März – 31. Mai45 cm
Hamburg1. März – 31. Mai45 cm
Schleswig-Holstein1. März – 31. Mai45 cm
Bremen1. März – 31. Mai45 cm
Hessen1. März – 31. Mai45 cm
Rheinland-Pfalz1. März – 31. Mai45 cm
Saarland1. März – 31. Mai45 cm

Hinweis: Diese Angaben dienen als Orientierung. Fischereiverordnungen können jederzeit angepasst werden. Verbindlich ist immer die aktuelle Verordnung des jeweiligen Bundeslandes sowie die Regelung des Gewässerbewirtschafters.

Was bedeutet die Schonfrist konkret für dich am Wasser?

Während der Schonzeit ist das Angeln auf Zander verboten – auch das gezielte Angeln, selbst wenn du den Fisch sofort zurückwirfst. Das gilt in den meisten Bundesländern als Verstoß gegen die Fischereiverordnung. Einige Bundesländer erlauben das Angeln auf andere Arten, wenn dabei versehentlich ein Zander anbeißt – du musst ihn dann aber schonend und unverzüglich zurücksetzen.

Wer regeläßig auf Zander angelt, weiß: Die Zeit unmittelbar nach der Schonfrist, also ab Juni, gehört zu den attraktivsten Phasen des Jahres. Die Zander haben abgelaicht, die Bestände erholen sich, und die Fische stehen aktiv auf der Jagd.

Zander angeln nach der Schonzeit – so funktioniert es in der Praxis

Zander ist ein Raubfisch mit ausgeprägtem Dämmerungsverhalten. Er jagt bevorzugt in der Morgen- und Abenddämmerung sowie nachts. Das macht ihn zu einem Fisch, für den frühe Morgenstunden oder die letzte Stunde vor Dunkelheit besonders lohnend sind.

Bewährte Methoden nach der Schonfrist:

  • Gummifisch auf Jigkopf: Ein Gummifisch (8–14 cm) auf einem Jigkopf (10–28 g, je nach Wassertiefe und Strömung) ist die meistgenutzte Methode. Am Grund langsam geführt, mit kurzen Anhebungen und Pausen – Zander attackieren oft beim Absinken.
  • Drop-Shot-Rig: Beim Drop-Shot-Rig hängt der Haken oberhalb des Bleis, der Köder schwebt frei in der Wassersäule. Ideal an Kanten und Tiefen­structuren, wo Zander auf Beute warten.
  • Wobbler: Schlanke Wobbler in Weißfischoptik (7–12 cm) funktionieren gut an freien Wasserflächen, besonders bei aktiven Fischen.

Praxis-Szenario: An einem frühen Junimorgen – das Wasser noch kühl nach der Nacht, die Sonne kaum aufgegangen – stehen Zander oft dicht am Grund über sandigen Übergängen zu Krautfeldern. Ein Gummifisch in 11 cm, naturgetreue Weißfischfarbe, auf einem 14-g-Jigkopf, langsam über die Kante geführt: Das ist eine Situation, in der sich Bisse häufen. Erfahrungsgemäß lohnt es sich, die Rute nach dem Einwerfen kurz absinken zu lassen, bis der Köder Bodenkontakt hat, und dann erst mit dem Führen zu beginnen.

Ausrüstung: Für Zander hat sich eine mittelschwere Spinnrute (2,10–2,40 m, Wurfgewicht 10–40 g) bewährt. Dazu eine Stationärrolle (Größe 2500–3000) mit geflochtener Schnur (0,10–0,15 mm Durchmesser) und einem Fluorocarbon-Vorfach (0,30–0,35 mm). Das Vorfach dämpft den Zander-spezifischen scharfen Biss und erhöht die Tarnung im klaren Wasser. Solide Einsteiger-Spinnruten für Zander gibt es ab etwa 40–70 Euro.

Mindestmaß Zander – warum du nachmessen solltest

Das Mindestmaß für Zander liegt je nach Bundesland zwischen 40 und 50 cm. Das Mindestmaß bezeichnet die Länge, ab der ein Fisch entnommen werden darf – gemessen von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzflosse. Fische unterhalb des Mindestmaßes müssen schonend zurückgesetzt werden.

In der Praxis: Halte einen Messstab oder ein weiches Maßband bereit. Knapp unter dem Mindestmaß liegende Zander kommen vor – sie wachsen noch und sind für den Bestand wertvoller als jeder Fang im Netz.

Fazit: Schonzeit Zander – gut informiert, waidgerecht angeln

Die Schonzeit für Zander schützt die Art in ihrer empfindlichsten Phase. Wer die Fristen seines Bundeslandes kennt und das Mindestmaß einhält, angelt legal und trägt aktiv zum Erhalt gesunder Zander-Bestände bei. Die Zeit nach der Schonfrist belohnt mit aktiven, jagenden Fischen – und mit Fangerlebnissen, die sich lohnen. Schau vor jeder Angeltour kurz in die aktuelle Fischereiverordnung deines Bundeslandes. Das dauert fünf Minuten und bewahrt dich vor unnötigem Ärger.

Häufige Fragen

Wann ist die Schonzeit für Zander in Deutschland?

In den meisten Bundesländern gilt die Schonzeit für Zander vom 1. März bis 31. Mai. Bayern hat eine längere Schonfrist: 1. Februar bis 31. Mai. Lokale Abweichungen sind möglich.

Darf ich während der Schonfrist überhaupt auf Zander angeln?

Nein. Während der Schonzeit ist gezieltes Angeln auf Zander verboten. Zufällig gefangene Zander müssen sofort und schonend zurückgesetzt werden.

Welches Mindestmaß gilt für Zander?

Das Mindestmaß liegt je nach Bundesland zwischen 40 und 50 cm. Bayern und Baden-Württemberg schreiben 50 cm vor, die meisten anderen Länder 45 cm.

Welche Köder eignen sich am besten für Zander nach der Schonzeit?

Bewährt haben sich Gummifische (8–14 cm) auf Jigköpfen sowie Drop-Shot-Rigs. Schlanke Wobbler in Weißfischoptik funktionieren ebenfalls gut, besonders in der Dämmerung.

Brauche ich für das Zanderangeln einen Fischereischein?

Ja. In Deutschland ist für das Angeln ein gültiger Fischereischein (staatlich) sowie eine Angelerlaubnis des Gewässerbewirtschafters Pflicht – unabhängig von Schonzeiten.

Hinter Allround Angeln steht ein Team aus passionierten Anglern und Redakteuren. Wir testen Ausrüstung, recherchieren Methoden und bündeln jahrelange Praxiserfahrung am Wasser – vom Friedfisch bis zum Raubfisch, vom Bach bis zur Ostsee. Unser Ziel sind ehrliche, praxisnahe Ratgeber, die dir helfen, besser und erfolgreicher zu angeln – egal ob du gerade erst anfängst oder schon lange dabei bist.